Menüleisten von Paintshop Pro und Photoshop Elements
Menüleisten von Paintshop Pro und Photoshop Elements

Selfpublishing für Anfänger: Welches Bildbearbeitungsprogramm brauche ich?

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Warum ist Bildbearbeitung beim Selfpublishing überhaupt ein Thema? Zum einen für das Buch selbst. Vielleicht soll ein Bild aus dem Urlaub für das Cover aufbereitet oder ein schönes Selbstporträt als Autorenbild zugeschnitten und aufgehellt werden. Aber um es gleich zu sagen: Für diese Arbeiten muss kein Programm für Hunderte Euro angeschafft werden. Meine Meinung: Schau zuerst, welches Programm Du sowieso schon zur Verfügung hast, und nutze es. Wenn Du damit an Grenzen stößt, kannst Du immer noch Geld in die Hand nehmen.

Bildbearbeitung: Auf welchem Betriebssystem?

Ich rede hier in erster Linie von Programmen, die ich unter Windows kenne. Auf einem Mac kann die Ausstattung anders aussehen. Prüfe und teste, was bereits vorhanden ist. Unter Linux sieht die Programmauswahl ebenfalls anders aus. Viele Programme werden dort direkt über die Paketverwaltung der jeweiligen Distribution angeboten. Das Bildbearbeitungsprogramm GIMP ist dort vielleicht verbreiteter als unter Windows, steht aber auch für Windows und macOS zur Verfügung. Sei neugierig.

Microsoft Paint

Unter Windows bietet sich beispielsweise Microsoft Paint an: ein einfaches Programm zum Malen und für kleinere Bildbearbeitungen. Es verleitet vielleicht zum Lächeln, aber welche Funktionen braucht man eigentlich? Einige dieser Arbeiten lassen sich bereits mit Microsoft Paint erledigen.

x Ein Bild für das Cover zuschneiden oder verkleinern
x Den Bildhintergrund ändern oder entfernen
x Kontrast und Helligkeit anpassen
x Ein Bild nachschärfen
x Die Dateigröße verringern
x Ein Bild für die Autorenwebsite exportieren

Der Platzhirsch: Adobe Photoshop Elements

Spontan werden viele bei der Bild- und Fotobearbeitung an Adobe Photoshop denken. Dagegen spricht zunächst nichts. Aber wie viel ist man bereit, für ein solches Programm auszugeben? Für die oben genannten Funktionen kann Adobe Photoshop Elements vollkommen ausreichen – bei einem überschaubaren finanziellen Aufwand wenn man auf Abos steht.

Ich selbst habe viele Bilder für meine Bücher und meine Website mit Adobe Photoshop Elements bearbeitet und kam auch als Laie zu brauchbaren Ergebnissen. Elements bietet beispielsweise die Funktion „Für Web speichern“ an. Damit lässt sich die Dateigröße eines Bildes deutlich verringern.

Ein für das Internet optimiertes Bild ist allerdings nicht automatisch für den Buchdruck geeignet. Für den Druck müssen Bildgröße, Auflösung und Dateiformat zu den Vorgaben des jeweiligen Veröffentlichungsdienstleisters passen. Diese Anforderungen sollte man vor dem Export prüfen.

Das Nischenprogramm: Paintshop Pro

Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der auch Programmen außerhalb der üblichen Platzhirsche eine Chance gibt. Deshalb hat mich PaintShop Pro von Corel angesprochen. Es ist überschaubar, bietet alle für mich wichtigen Funktionen und ist optisch mit Photoshop Elements vergleichbar.

Die Programme unterscheiden sich allerdings bei der Lizenzierung. PaintShop Pro wird als Einmalkauf angeboten. Die aktuellen Versionen von Photoshop Elements verkauft Adobe dagegen als befristete Dreijahreslizenz. Dabei handelt es sich nicht um ein automatisch verlängertes Abo, nach Ablauf der drei Jahre kann der Editor nicht mehr verwendet werden.

PaintShop Pro verfügt außerdem über eine gut gegliederte Dokumentation, die bei Fragen schnelle Hilfe verspricht.

Wofür auch immer Du Dich entscheidest: Schau realistisch auf die Funktionen, die Du tatsächlich benötigst. Das kann Geld sparen. Prüfe, ob das Programm als Einmalkauf, mit einer befristeten Lizenz oder als Abo angeboten wird. Probiere ruhig auch Alternativen wie GIMP oder PaintShop Pro aus. Und schau Dir an, wie brauchbar die Dokumentation des Programms ist. Fragen kommen mit Sicherheit noch auf.

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